Klangkörper

Und wo singst Du so?
STIMMSINN

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Ich bin Anna Stijohann, Sängerin und Gesangspädagogin. Ich liebe meine Arbeit. Ich bin ein leidenschaftlich neugieriger Mensch. Eine Forschernatur. Jeden Tag erlebe ich mit den Menschen und den Stimmen, die mir begegnen, Neues. Schönes und Anstrengendes, Überraschendes und Bewährtes. Bisher sammle und verknüpfe ich die meisten Ideen, Gedanken und Fragen, die sich aus meiner Arbeit ergeben, in meinem Kopf.

Nun wird es Zeit diese Gedanken zu teilen!

Viel Freude beim Lesen!

Singenlernen ist nicht linear

Manchmal fragen mich Menschen, wie viele Stunden Gesangsunterricht man denn so „nehmen müsse“. Oder ob ein bestimmter Kurs auch was für Fortgeschrittene sei; man „habe ja schon Erfahrung“. Vielleicht liegt es an meiner ganz persönlichen Einstellung zum Singenlernen, aber ich muss dann immer ein wenig ausholen. Als Gesangspädagogin gibt es für mich keinen „Fahrplan“ nachdem ich meinen Unterricht aufbaue und meine Kurse sind fast immer offen für alle Menschen. Vom Anfänger bis zum Profi. Je heterogener die Gruppe, desto schöner. Je verschiedener die Menschen und Stimmen, desto breiter und vielseitiger das Lernpotential.

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Klangkörper

Beim Singen sind wir sind das Instrument. Vom Scheitel bis zur Sohle, nichts ist unwichtig, nichts überflüssig. Um sich beim Singen wirklich als klingender Körper, als Klangkörper, wahrnehmen und erleben zu können, spielen die Faszien eine entscheidende Rolle. Faszien. Das lange unbeachtete Bindegewebe, das erst seit ungefähr 15 Jahren intensiver wissenschaftlich erforscht wird und das erstaunliche Überraschungen und Möglichkeiten bereit hält. Auch für die Stimme und das miteinander Musizieren.

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Und wo singst Du so?

Wenn man Kinder fragt, wie man eigentlich genau singt, ist meist die erste Antwort: „Mit dem Mund!“ Erwachsene wissen darüber hinaus häufig, dass es sowas wie „Stimmbänder“ im Hals gibt. Manchmal fallen auch die Begriffe „Kopf- und Bruststimme“, manche Menschen möchten gar mit ihrer „Bauchstimme“ singen. Mit dem „Herzen“ möchten wir natürlich auch singen und um die Verwirrung perfekt zu machen, spreche ich persönlich immer wieder vom ganzen Körper als „das Instrument“. Tja, da stellt sich die Frage, welche Ideen korrekt oder zumindest zum Singenlernen hilfreich sind. Ganz behutsam möchte ich versuchen ein wenig Licht ins Dunkel zu bringen und Bilder, Wahrnehmungs- und Arbeitsansätze vor allem für die Arbeit mit Laien vorschlagen.

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